Anatomie eines Riffs: was die Riffs im Guitarshelf-Katalog gemeinsam haben

Der „Riff"-Katalog von Guitarshelf umfasst Dutzende Einträge in unterschiedlichen Tonarten und Stilen. Einzeln betrachtet wirkt jeder Riff wie eine eigenständige Komposition. Zusammen betrachtet wird eine gemeinsame strukturelle Einschränkung deutlich.

Eine einzige Position, nie zwei

Ausnahmslos bleibt jeder Riff im Katalog vollständig innerhalb der Position-1-Pentatonik-Box seiner Tonart — nie ein Sprung zu einer anderen Griffbrettposition mitten im Riff. Das ist keine technische Einschränkung der Seite: es ist eine bewusste didaktische Entscheidung, damit die Schwierigkeit eines Riffs aus Rhythmus und Phrasierung kommt, nie aus einem nicht beherrschten Handwechsel.

Vier Vorlagen, nicht fünfzig verschiedene Ideen

Hinter der scheinbaren Vielfalt verteilen sich die Riffs auf eine kleine Anzahl wiederkehrender Vorlagen: ein vollständiger Auf- und Abstieg durch die Box, ein Frage-Antwort-Muster (eine Phrase gefolgt von einer nahen Variation), ein Rhythmus-Groove, der auf der Wiederholung einer kurzen Zelle beruht, und breitere Muster, die den Umfang der Box stärker ausschöpfen. Ein Tonartwechsel ändert die Noten; die zugrunde liegende Vorlage bleibt gleich.

Warum diese Einschränkung eine Entscheidung ist, kein Mangel

Indem die Position fest bleibt und nur die rhythmische Vorlage variiert, wird jeder neue Riff schneller gelernt als der vorherige: die Hand weiß bereits, wo sie ist, es bleibt nur die neue Abfolge zu lernen. Das ist das Gegenteil eines Katalogs, der Positionen vervielfachen würde, um einen falschen Eindruck von Vielfalt zu erzeugen.

Der vollständige Auf-und-Abstieg-Riff in c-Moll, der Frage-Antwort-Riff in f-Moll und der Rhythmus-Groove-Riff in e-Moll veranschaulichen diese drei unterschiedlichen Vorlagen, jede in einer anderen Tonart, aber auf derselben Positionslogik aufgebaut.

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