Warum der Blues im Guitarshelf-Katalog immer in E beginnt (oder A, G, D)
Ein aufmerksamer Blick entdeckt schnell eine Regelmäßigkeit im Blues-Katalog von Guitarshelf: die angebotenen Tonarten sind durchweg E, A, G und D — nie etwa C oder F auf Anfängerniveau. Diese Wahl ist nicht willkürlich: sie ergibt sich direkt aus der Standardstimmung der Gitarre (E-A-D-G-H-E).
Ein Blues-Schema braucht auf jeder Stufe einen Dominantseptakkord
Ein klassisches 12-Takt-Blues-Schema stützt sich auf drei Dominantseptakkorde (zum Beispiel E7, A7, H7 in E). Auf einer standardgestimmten Gitarre existieren alle drei dieser Akkorde in offener Lage — spielbar ab Level 1, ohne Barré-Akkord — nur für eine begrenzte Anzahl von Tonarten, darunter E, A, G und D.
Was das für Anfänger konkret bedeutet
Ein Blues-Schema in C würde im Vergleich mindestens einen Septakkord erfordern, der einen Barré oder einen deutlich anspruchsvolleren Fingersatz gleich in der ersten Übung verlangt — das Gegenteil eines wirklich zugänglichen Level 1. Den Anfänger-Blues auf diese vier Tonarten zu beschränken, ist also keine willkürliche inhaltliche Vereinfachung, sondern eine direkt aus der Mechanik des Instruments geerbte Einschränkung.
Die Übung Blues in E — Einstieg und ihr rhythmisches Gegenstück Blues in E — Strumming-Muster veranschaulichen das direkt: alle drei Akkorde (E7, A7, H7) bleiben von Anfang bis Ende offen.