Wie lange dauert es, offene Akkorde ohne Zögern zu wechseln?

Das ist eine der am häufigsten gestellten Fragen absoluter Anfänger, und eine der am schlechtesten beantworteten: wie lange dauert es, bis man offene Akkorde wechselt, ohne nachzudenken? Die ehrliche Antwort, abgeglichen mit mehreren Gitarrenlehr-Quellen, ist beruhigender, als die meisten Anfänger erwarten — solange man zwei verschiedene Meilensteine sauber trennt.

Erster Meilenstein: „es wird spielbar", innerhalb weniger Wochen

Mit kurzem, aber täglichem Üben, das sich nur auf den Übergang zwischen zwei Akkorden konzentriert (10 bis 15 Minuten, keine durchgehende Stunde), spüren die meisten Anfänger innerhalb weniger Wochen echten Fortschritt. Der Faktor, der diese Zeitspanne am stärksten verschiebt, ist nicht die Motivation, sondern das Akkordpaar selbst: der Wechsel von E nach A automatisiert sich weit schneller als das Einbauen eines Barré-Akkords.

Zweiter Meilenstein: „überhaupt kein Zögern mehr", spürbar weiter entfernt

Einen Wechsel wirklich automatisch zu machen — ohne jede spürbare Verzögerung, auch beim Durchspielen eines ganzen Songs im Tempo — ist ein weiter entferntes Ziel als die erste grundlegende Flüssigkeit. Genau diese Verwechslung der beiden Meilensteine entmutigt Anfänger am meisten: viele warten auf die volle Automatisierung, bevor sie sich „fähig" fühlen, obwohl der erste Meilenstein bereits erlaubt, eine echte Übung von Anfang bis Ende zu spielen.

Zum Üben

Die Übung Blues in E — Einstieg übt nur einen Übergang zwischen zwei offenen Akkorden (E, A), bevor ein dritter (H7) eingeführt wird, genau in diesem schrittweisen Sinn. Metal in E — Power Chords, Einstieg wendet dasselbe Prinzip auf noch einfachere Akkorde an (zweitönige Power Chords), für alle, die einen noch schneller erreichbaren ersten Meilenstein wollen.

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