Chromatisch
Eine chromatische Tonleiter enthält alle zwölf Töne, jeweils einen Halbtonschritt voneinander entfernt, ohne dass eine „zu viel" oder „zu wenig" wäre — anders als eine diatonische (siebentönige) oder pentatonische (fünftönige) Tonleiter bevorzugt sie keine Stufe gegenüber einer anderen.
Ein Übungswerkzeug mehr als ein melodisches
Gerade weil sie keinen Ton über einen anderen stellt, wird die chromatische Tonleiter selten genutzt, um eine wiedererkennbare Melodie zu schreiben — ihr Hauptzweck ist das Aufwärmen und reines Geläufigkeitstraining, ein Finger pro aufeinanderfolgendem Bund, ohne darüber nachdenken zu müssen, welche Note zu einer bestimmten Tonart passt.
Die Übung chromatische Geläufigkeit — eine Saite zeigt genau diesen Zweck: eine Fingerfertigkeitsübung, kein Kompositionswerkzeug.